
Präventionsschulungen
In Deutschland erfährt Expert*innenschätzungen zu Folge jede siebte bis achte Person unter 18 Jahren sexualisierte Gewalt in Form von sexuellen Übergriffen oder gar sexuellem Missbrauch in unterschiedlichen Formen.
Die katholische Kirche war und ist seit einem Jahrzehnt immer wieder in den Medien präsent als Organisation, in der Missbrauch passiert ist und durch ihre hierarchischen und intransparenten Strukturen weiterhin begünstigt.
Dem stellen sich die katholischen Kinder- und Jugendverbände seit über einem Jahrzehnt vehement entgegen und setzen sich mit ihrer Schulungsarbeit dafür ein, dass Kinder und Jugendliche die Verbände als Schutzraum erleben können. Die Arbeit zur Prävention sexualisierter Gewalt dient dazu, Gruppenleiter*innen für das Thema zu sensibilisieren und die eigenen Strukturen so weiterzuentwickeln, dass potenzielle Täter*innen keine Chance haben.
Unsere Schulungen bieten wir für zwei Altersklassen an:
- Präventionsschulung für ehrenamtlich tätige Jugendleiter*innen im Alter von 14-21
- Präventionsschulungen für ehrenamtlich tätige Jugendleiter*innen ab 18 Jahren
Diese Schulungen richten sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die Verantwortung für Kinder und Jugendliche übernehmen, Gruppenstunden leiten, Freizeiten, Zeltlager oder andere Aktionen veranstalten und damit selbst aktiv in der Jugendarbeit tätig sind.
Gemeinsam mit der DPSG, der Kolpingjugend bieten wir regelmäßig Präventionsschulungen an. Zu den kommenden Terminen kommt ihr hier.
Inhalte dieser Schulung sind:
- Begriffsdefinition und Hintergrundwissen zum Thema „sexualisierte Gewalt“
- Wahrnehmung von eigenen Grenzen, Nähe und Distanz
- Täter*innenstrategien und die Rolle von Machtgefügen
- Kinder schützen durch Kinder stark machen
- Krisenintervention anhand von Fallbeispielen
- Kontaktdaten von Präventionsfachkräften und Beratungsstellen
Am Ende der Schulung unterschreiben alle Teilnehmer*innen einen Verhaltenskodex, in dem sie sich unter anderem verpflichten, stets die Grenzen der ihnen anvertrauten Gruppenkinder zu achten und aktiv und präventiv gegen jegliche Formen sexualisierter Gewalt vorzugehen.


